Leben geht eigene Wege ...

 

Nachdem ich mein Anwesen Valhalla im September 2006 gekauft hatte, wollte ich es sobald als möglich besuchen. Das war für uns etwas ungewohnt. Im November war hier schon tiefster Winter mit Bärenkälte. Wir kamen gegen 15 Uhr bei Dunkelheit am Ende der öffentlichen Straße an. Jetzt lagen noch 4 km in tiefem Schnee vor uns, was mit den Langlaufskiern sehr mühsam war. Wir brauchten fast 2 Stunden. Wir schwitzten trotz -20 Grad! Unsere schweren Sachen transportierten wir mit dem Pulka, der genau genommen ein Kinderschlitten war.

 

Pulkaspuren im Schnee

 

Hütte und Pulka in der Wintersonne bei -34 Grad Celsius. Hier ist der Beweis:

 

Gut, wen man genug Birkenholz, einen guten Heizofen und eine Sauna hat. Dann ist das wie im Wintermärchen. Durch die geringe Luftfeuchtigkeit ist das trotzdem angenehmer als das bei uns gewohnte Schmuddelwetter um Null Grad!

Zum Wasserholen muß man vorher mit einer Eisenstange aktiv werden:

 

Etwas erschrocken waren wir, als wir folgenden Artikel in der Zeitung (Kainuun Sanomat) vom 10.11.06 lasen:

 

Hier ist von einem sechsköpfigen Wolfsrudel die Rede, das sich bei Suomussalmi, also direkt in unserer Nähe aufhält. Ein zweites Rudel hier umfaßt sechs Wölfe. Bei Halla läuft ein weiteres Rudel von zehn Wölfen herum. Sie hatten Rentiere geschlagen. Rentieraas fand man an verschiedenen Stellen.

Nachdem wir den ersten Schreck überwunden hatten, sagten wir uns, daß die Wölfe sicher lieber zartes Rentierfleisch fressen, statt zähes Menschenfleisch. Wir sollten (bisher) recht behalten.

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